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12 January, 2022

Fettleibigkeit beim Hund durch gestörten Stoffwechsel

Nachdem wir uns mit dem Stoffwechsel beim Hund im Allgemeinen befasst haben, wollen uns nun die Fettleibigkeit bei Hunden näher anschauen.

Generell gesprochen, kann der Stoffwechsel bei Hunden zu schnell oder zu langsam ausfallen. Dies variiert mit dem Alter und kann zu unterschiedlichen Stoffwechselerkrankungen führen. Infolgedessen kann Dein Hund unter Über- oder Untergewicht leiden. Dies stellt im ersten Moment keine Krankheit dar, dennoch kann ein extremes Gewichtsverhältnis zu Folgeerscheinungen oder gesundheitlichen Beschwerden führen.

Fettleibigkeit bei Hunden

Die Fettleibigkeit durch eine Stoffwechselerkrankung bei Hunden ist nicht zu unterschätzen. Daher ist es wichtig, dass man das Gewicht des Hundes nicht als kosmetische Angelegenheit sieht und sich der gesundheitlichen Folgen für unsere Hunde-Homies bewusst ist.

Fettleibigkeit bei Hunden hat erhebliche Konsequenzen. Sie könnte sogar als eine der größten Gesundheitsgefahren für unsere Haustiere gesehen werden. Denn Fettleibigkeit wird mit einer ganzen Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter Arthritis, chronische Nierenerkrankungen, Blasen- und Harnwegserkrankungen, Lebererkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Herzversagen, Bluthochdruck und Krebs.

Welche Faktoren tragen zur Fettleibigkeit bei Hunden bei?

Zu der Fettleibigkeit können unterschiedliche Faktoren beitragen, welche die Fettspeicherung und das Gewicht Deines Hundes negativ beeinflussen können.

Welche Hunderassen neigen zu Übergewicht?
Jüngste Daten zu verschiedenen Tierarten geben neue Einblicke in die genetischen Grundlagen der Fettleibigkeit. Eine signifikante rassespezifische Veranlagung zur Fettleibigkeit wurde bei bestimmten Rassen nachgewiesen. Darunter befinden sich diverse Terrier, wie beispielsweise West Highland White Terrier, Scottish Terrier sowie Shetland Shepherd Dogs, Basset Hounds, Cavalier King Charles Spaniels, Dackel, Beagles, Cocker Spaniels und Labrador Retriever. Umgekehrt scheinen bestimmte Rassen, insbesondere Greyhounds und Windhunde, resistent gegen die Entwicklung von Fettleibigkeit zu sein.

Wird mein Hund im höheren Alter übergewichtig?
Wenn ein erwachsenes Tier altert, nimmt die fettfreie Körpermasse ab, was zu einer Verringerung des täglichen Gesamtenergiebedarfs führt. Der Verlust an fettfreier Körpermasse wird noch verstärkt, wenn die Alterung mit einer Abnahme der freiwilligen Aktivität einhergeht. Der tägliche Gesamtenergiebedarf eines durchschnittlich großen, 7-jährigen Hundes kann um bis zu 20 % geringer sein als der Bedarf eines jungen Erwachsenen. Wenn die Nahrungsaufnahme nicht proportional zum sinkenden Energiebedarf abnimmt, kommt es zu einer Gewichtszunahme. Das Endergebnis ist eine zunehmende Prävalenz von Fettleibigkeit bei älteren Hunden. Kurz gesagt, ein mit dem Alter einhergehender reduzierter Stoffwechsel prädisponiert Hunde für Übergewicht oder Fettleibigkeit.

Können Kastration oder Medikamente zu Übergewicht bei Hunden führen?

Die Kastration führt zu einem Nettoverlust an zirkulierenden Sexualhormonen, der den Stoffwechsel des Tieres verlangsamt und das kastrierte Tier für Übergewicht oder Fettleibigkeit prädisponiert. Veränderungen der Sexualhormone nach der Kastration wirken sich direkt auf das Sättigungszentrum im Gehirn aus. Somit entsteht eine Veränderung zweier entscheidender Werte. Dabei handelt es sich um das Leptin und Ghrelin, die das Hunger- und Sättigungsverhalten regulieren. Außerdem ändert sich infolgedessen der Zellstoffwechsel und die hormonellen Regulatoren der Nahrung.

Die Gonadektomie bei Hunden führt auch zu einem veränderten Fressverhalten. Nach der Operation kann im Allgemeinen erwartet werden, dass behandelte Weibchen mehr und schneller Gewicht zulegen. Die Energiezufuhr nach der Ovarektomie sollte circa um ein Drittel  reduziert werden, um das optimale Körpergewicht über einen Zeitraum von sechs Monaten aufrechtzuerhalten.

Welche Medikamente können zu Übergewicht beim Hund führen?
Bestimmte Medikamente können ebenfalls zu Fettleibigkeit bei Hunden beitragen. Phenobarbital, ein gängiges Antikonvulsivum, verursacht bei hohen Serumkonzentrationen Polyphagie. Die erhöhte Nahrungsaufnahme kann zu einer Verschlechterung des Körperzustands beitragen und zu einem übergewichtigen oder fettleibigen Hund führen. Glucocorticoide stimulieren die Gluconeogenese und die abdominale Lipogenese, was zu Fettablagerungen und Gewichtszunahme beitragen kann.

Wie prüfe ich, ob mein Hund übergewichtig ist?

Fettleibigkeit bei Hunden erkennen
Fettleibigkeit bei Hunden erkennen

Neben dem eigentlichen Wiegen gibt es unterschiedliche Wege, um schnell festzustellen, ob Dein Hund unter Übergewicht oder Fettleibigkeit leidet. Dazu solltest Du den Körper Deines Hundes regelmäßig prüfen. Dazu eignet sich beispielsweise der Rippentest
Stelle Dich dazu hinter Deinen Hund und führe Deine Hände vorsichtig an beiden Seiten des Brustkorbs entlang. Nun solltest Du jede Rippe leicht fühlen und ertasten können, aber nicht sehen können. Dein Hund sollte eine Taille oder einen hochgezogenen Bereich vor den Hinterbeinen haben. Sollte Deine Hund seine Taille verloren haben, solltet Ihr darüber nachdenken sein Gewicht zu reduzieren.

Alternativ kannst Du die Steh-Methode verwenden. Schaue Dir Deinen Hund im Stehen von der Seite an. Dazu lehnst Du Dich nach unten und prüfst, ob der Bauch sowie Magen schlaff nach unten hängen. Anschließend blickst Du von oben auf Deinen Hund und achtest darauf, ob sich eine sanduhrförmige Einbuchtung vor den Hüften zeigt. Man sollte sehen, dass sich die Brust nach außen erstreckt und die Taille sich nach innen verjüngt, so dass eine Sanduhrform entsteht.

Die einfachste Methode, um festzustellen, ob Dein Hund fett ist, ist also ein Blick auf die Körperform. Nochmal, hier geht es nicht um die Ästhetik. Wenn Du Deinen Hund von oben betrachtest und feststellst, dass er eher rundlich und oval aussieht, ist Dein Hund wahrscheinlich fett. Wenn Du dagegen feststellst, dass Dein Hund eine ausgeprägte Taille und einen geraden Körperbau an den Seiten hat, dann hat er wahrscheinlich ein gesundes Gewicht.

Der beste Weg, um festzustellen, ob Dein Hund übergewichtig oder fettleibig ist, ist das Wiegen bei Deinem Tierarzt. Euer Tierarzt kann Euch dann je nach Größe und Rasse Deines Vierbeiners sagen, ob ein Übergewicht vorliegt. Bitte denke daran, dass ein gesundes Gewicht bei jeder Rasse anders aussieht.

Die korrekte Ernährung gegen Fettleibigkeit bei Hunden

Die Ernährung hängt natürlich unmittelbar mit jeden möglichen Stoffwechselproblemen Deines Hundes zusammen. Ganz gleich, ob Dein Vierbeiner ein zu hohes oder ein zu niedriges Gewicht hat, Ihr solltet stets auf eine ausgewogenen und rassenspezifische Ernährung achten. Dazu empfiehlt sich eine professionelle Ernährungsberatung für Deinen Hund. Um bestens über den Bedarf Deines Hundes informiert zu sein, empfiehlt sich ein Haustiertest. Somit kannst Du den Bedarf an Mikronährstoffen sowie eventuelle Unverträglichkeiten ermitteln. Auch wenn ein Hund im Rahmen einer Diät eine begrenzte Kalorienmenge zu sich nehmen sollte, benötigen sie dennoch optimale Mengen anderer Nährstoffe wie Proteine, Vitamine und Mineralien, die Ihnen durch eine personalisierte Nährstoffmischung für Hunde zugeführt werden kann. Eine Gewichtsabnahme kann den Bedarf an diesen Nährstoffen sogar erhöhen. Ein erhöhter Anteil an Ballaststoffen kann die Verdauung und Absorption verringern und dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu erhöhen.

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