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13 January, 2021

Dinkel-Unverträglichkeit: Was du darüber wissen solltest

Hast du schon mal von einer Weizen-Unverträglichkeit gehört? Viele Menschen haben das Gefühl sie leiden an einer Intoleranz gegenüber Gluten. Was aber ist mit Dinkel? Ist Dinkel genauso unverträglich wie Weizen?

Weizen gilt als Dickmacher und hat deshalb einen durchaus schlechten Ruf. Auch Gluten kann nichts Gutes mehr abgewonnen werden. Es soll für verschiedene Krankheiten verantwortlich sein und grundsätzlich sehr schlecht verträglich sein. 

Was steckt hinter den Beschwerden einer Dinkel-Unverträglichkeit?

Ist an dem Mythos was dran oder ist der Mythos um die Unverträglichkeit gegenüber Weizen und Dinkel nur ein sinnloser Hype? 

Grundsätzlich ist eine Glutenunverträglichkeit eine Autoimmunkrankheit. Bei Gluten handelt es sich um das Klebereiweiß, das dafür verantwortlich ist, dass der Teig im Brot zusammenhält. Dadurch wird der Teig geschmeidig und kann dementsprechend verarbeitet werden. 

In Europa leiden etwa drei Prozent der Gesamtbevölkerung an einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten. 

Was ist eine Zöliakie?

Falls du an einer Zöliakie leidest, ist die Schleimhaut deines Dünndarms sehr empfindlich. Sobald sie in Kontakt mit Gluten kommt, schlägt sie Alarm und entzündet sich. Der Grund dafür ist, dass Abwehrzellen in die Schleimhaut eindringen und entzündungsfördernde Stoffe ausschütten, sobald du in Kontakt mit einem unverträglichen Stoff gekommen bist.

Auch in Dinkel ist Gluten enthalten. Falls du an einer Zöliakie erkrankt bist, bist du deshalb nicht nur empfindlich was Weizen angeht, sondern auch was andere Getreidesorten betrifft, die Gluten enthalten. Dinkel gehört dazu. 

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Durch die Entzündung, die im Darm ausgelöst wird, kann dein Körper die benötigten Vitamine nicht mehr aufnehmen und dein Körper kann zusätzlich an einem Vitaminmangel leiden. Die Zöliakie wird deshalb auch als Krankheit mit vielen Gesichtern bezeichnet.  

Folgeerkrankungen, die aufgrund der Zöliakie entstehen, sind keine Seltenheit. Am häufigsten wirst du eine Zöliakie durch Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen wahrnehmen. In vielen Fällen leiden die Betroffenen aber zusätzlich an Müdigkeit oder Gewichtsverlust. Auch Depressionen aufgrund einer Zöliakie kommen sehr oft vor. 

Die einzige Therapiemöglichkeit besteht im Verzicht von Gluten. Betroffenen wird geraten lebenslang auf den Verzehr von glutenhaltigen Lebensmittel zu verzichten. 

Was ist eine Dinkel-Unverträglichkeit?

Wurdest du bereits auf Zöliakie getestet und leidest aber trotz negativem Befund weiterhin an Symptomen? Dann geht es dir wie vielen anderen Menschen. Obwohl nur sehr wenige Menschen an einer Zöliakie leiden, sind sehr viele von einer Unverträglichkeit gegen Gluten betroffen. 

Eine Unverträglichkeit ist jedoch nicht mit einer Intoleranz zu verwechseln. Meistens klagen betroffene Personen über ähnliche Beschwerden. Die Unverträglichkeit gegenüber Dinkel oder anderen Getreidesorten sollte deshalb genauso ernst genommen werden wie die Zöliakie. 

Neben der Zöliakie gibt es verschiedene Arten der Unverträglichkeit gegenüber Dinkel. Genau genommen gibt es zwei verschiedene Krankheitsverläufe. Bei einem handelt es sich um eine Allergie. Dabei spürt der Betroffene innerhalb weniger Minuten nach dem Verzehr oder der Berührung starke Beschwerden. 

Meistens sind die Beschwerden schwerwiegend. Hautausschläge oder Symptome der Atemwege sind keine Seltenheit. Es reicht dazu aus das allergische Lebensmittel nur zu berühren. Eine Weizen? oder Dinkel-Allergie ist deshalb auch unter dem Begriff Bäckerasthma bekannt. Es reicht aus den Staub einzuatmen, um an Symptomen zu leiden. 

Meist kommt es bei einer Allergie zu Atembeschwerden, Hautausschlägen oder Niesreiz. Die Beschwerden treten innerhalb kürzester Zeit auf und sind meistens sehr viel schlimmer als bei einer Unverträglichkeit. 

Die Beschwerden einer Unverträglichkeit sind meistens auf den Verdauungstrakt beschränkt. Betroffene leiden an Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Der Unterschied zu einer Allergie liegt bei dem Zeitpunkt des Auftretens der Symptome. 

Selbst wenn du erst Tage später an Symptomen leidest, kannst du dennoch an einer Unverträglichkeit gegen ein Lebensmittel erkrankt sein, das du vor drei Tagen gegessen hast. Eine Allergie macht sich direkt bemerkbar. 

Die Antikörper spielen beim Auftreten der Beschwerden eine ausschlaggebende Rolle. 

Wusstest du, dass die Antikörper Teil deines Immunsystems sind? Sie setzen Botenstoffe frei und lösen dadurch allergische Reaktionen in deinem Körper aus. 

Dinkel-Unverträglichkeit testen

Du hast den Verdacht an einer Unverträglichkeit erkrankt zu sein? Die Antikörper spielen bei der Unverträglichkeit eine wichtige Rolle. Mittels eines speziellen Allergietests kannst du herausfinden, ob du an einer Unverträglichkeit leidest.  

Die Symptome einer Dinkel-Unverträglichkeit sind sehr ähnlich mit den Symptomen anderer Unverträglichkeiten. Es ist deshalb sehr schwer für einen Arzt eine Dinkel-Unverträglichkeit zu diagnostizieren. Wende dich dennoch an deinen Arzt und spreche ihn auf einen Allergietest an. 

Er kann dir dabei helfen herauszufinden, gegen welche Lebensmittel du unverträglich reagierst. Eventuell rät er dir zu einer Eliminationsdiät. 

Die wenigsten Menschen leiden an einer Unverträglichkeit gegen Dinkel. Meist ist nicht das Getreide an sich für die Beschwerden verantwortlich, sondern viel mehr das im Getreide enthaltene Gluten. Die Wahrscheinlichkeit, dass du neben einer Dinkel-Unverträglichkeit auch an weiteren Unverträglichkeiten leidest ist deshalb sehr groß. 

Entscheidet ihr euch gemeinsam für eine Eliminationsdiät solltest du deshalb nicht nur auf Dinkel verzichten, sondern auch auf andere Getreidesorten, die Gluten enthalten. Nur so kannst du herausfinden, ob du unverträglich gegen Gluten bist. Alternativ kannst du die Diät in verschiedene Phasen einteilen. 

Werden deine Beschwerden besser, wenn du auf Dinkel verzichtest? Kannst du eventuell dennoch Weizen essen? Dann gehörst du eventuell zu den wenigen Menschen, die tatsächlich nur gegen Dinkel unverträglich reagieren. 

Falls du noch kein Lebensmittel im Verdacht hast, kannst du die Diagnose auch mit einem Ernährungstagebuch starten. Notiere dir dazu über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen alles, was du zu dir nimmst. Schreibe zusätzlich die Symptome auf. Ein Ernährungstagebuch bildet eine gute Basis für deinen Arzt. Er kann anhand der Symptome manche Lebensmittel eventuell bereits ausschließen. 

Bedenke, dass die Beschwerden bei einer Unverträglichkeit auch erst Tage nach dem Verzehr auftreten können. Ein Dinkel-Brötchen, das du gestern gegessen hast, kann dennoch für deine Beschwerden morgen verantwortlich sein. Die Beschwerden einer Dinkel-Unverträglichkeit treten erst auf, sobald das unverträgliche Lebensmittel in deinem Darm angekommen ist. 

Die beste Möglichkeit um herauszufinden gegen welche Lebensmittel du unverträglich bist, ist ein Bluttest. Dieser kann sowohl bei einem Arzt durchgeführt werden oder bei einem Online Anbieter.

Viele Online Anbieter bieten inzwischen spezielle Sets an, die dir bequem nach Hause geschickt werden. Nach erfolgreicher Blutabnahme durch einen kleinen Piecks in den Zeigefinger, kannst du den Teststreifen zurückschicken und hast dann innerhalb weniger Tage das Ergebnis. 

So kannst du Dinkel trotz Unverträglichkeit essen

Ist dir eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig? Dinkel ist eines der wertvollsten Getreidesorten. Die Inhaltsstoffe sind sehr nahrhaft und äußerst gesund für deinen Körper. 

Um sicherzustellen, dass keine anderen Allergene in deine Gerichte geraten, solltest du deine Speisen selbst und frisch zuzubereiten. 

Backe zum Beispiel dein Brot selbst. Vor allem, wenn du an einer Unverträglichkeit leidest, solltest du streng darauf achten, das betroffene Lebensmittel gar nicht oder nur wenig davon zu dir zunehmen. 

Je nachdem wie stark die Unverträglichkeit bei dir ausgeprägt ist, kannst du Dinkel dennoch in kleinen Mengen zu dir nehmen. Mische Dinkel mit anderen Getreidesorten oder kombiniere das Getreide mit Hülsenfrüchten. 

Vor der Verarbeitung muss Dinkel eingeweicht werden. Durch den Einweichprozess ist Dinkel für viele Menschen verträglicher und macht dadurch weniger Beschwerden. Das Getreide enthält sehr viel Klebereiweiß. Der Teig ist deshalb meist klebriger als bei Weizen. Backe das Brot deshalb am besten in einer Form. Dadurch kann es im Backofen nicht zerlaufen. 

Dinkel muss mindestens zwei Tage eingeweicht werden. Um nicht erwünschte Stoffe herauszufiltern, musst du das Wasser jeden Tag wechseln.  

Im Supermarkt kannst du Dinkel Flocken kaufen. Diese wurden bereits so verarbeitet, dass du sie direkt weiter verarbeiten kannst. Je nachdem wie stark deine Unverträglichkeit ausgeprägt ist, ist es durchaus möglich, dass du manche Dinkel Produkte dennoch ohne Probleme essen kannst. 

Am besten probierst du immer erst sehr kleine Portionen um herauszufinden wie dein Körper darauf reagiert. 

Quellen

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