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4 March, 2021

Fructose Unverträglichkeit – Alles was du wissen musst!

Fast 50 % der Bevölkerung leidet an Beschwerden wie Blähungen oder Durchfall, wenn sie mehr als 25 Gramm Fruchtzucker auf einmal zu sich nehmen. 

Menschen, die an einer Fructose Unverträglichkeit leiden, können keinen Fruchtzucker zu sich nehmen. Bei dieser Art der Unverträglichkeit handelt es sich um eine Stoffwechselstörung. Viele der Betroffenen können trotz Unverträglichkeit dennoch kleinere Mengen der Fructose zu sich nehmen. 

In seltenen Fällen kann die Unverträglichkeit allerdings bereits angeboren sein. Dann muss der Betroffene sich komplett von Fructose fernhalten. Sie darf auf keinen Fall mehr auf dem Speiseplan erscheinen. 

Wusstest du, dass Fructose nicht nur in Obst enthalten ist, sondern auch in Gemüse, Süßigkeiten und sogar in Bier?

Was musst du beachten, wenn du an einer Fructose Unverträglichkeit leidest? Kannst du weiterhin Obst essen? Wie kann man die Fructose Unverträglichkeit testen? Die Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr kannst du im Folgenden lesen. 

Was ist eine Fructoseintoleranz?

Wenn du an einer Fructoseintoleranz erkrankt bist, kannst du keinen Fruchtzucker mehr zu dir nehmen. Die Unverträglichkeit gegenüber Fruchtzucker wird in Fachkreisen auch als Fructose-Malabsorption bezeichnet. Einfach erklärt bedeutet das, dass dein Darm nur eine kleine Menge an Fructose absorbieren kann. 

Die meisten Menschen leiden dabei an klassischen Symptomen einer Unverträglichkeit. Dazu gehören Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Die Beschwerden der Betroffenen konzentrieren sich hauptsächlich auf den Magen-Darm-Trakt. 

Wusstest du, dass ein Arzt eine Fructoseintoleranz einfach über einen Atemtest feststellen kann? Um herauszufinden, ob du gegen Fructose unverträglich reagierst, muss dir also noch nicht einmal Blut abgenommen werden. 

Was genau ist eigentlich Fructose? Fructose ist Fruchtzucker oder auch Einfachzucker genannt, der in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Vor allem Obst, Fruchtsäfte, Marmelade oder Sirup enthalten viel Fructose. Sie ist für die Süße in einem Lebensmittel verantwortlich. 

Fructose kommt aber nicht nur in Obst vor, sondern auch in zahlreichen anderen Fertigprodukten. Außerdem ist sie in klassischem Haushaltszucker enthalten. 

In jedem Körper befinden sich auf der Schleimhaut des Dünndarms viele kleine Transporteiweiße. Sie sind dafür zuständig, dass die Nährstoffe aus dem Darm aufgenommen werden können und dann ins Blut gelangen. Die Transporteiweiße können allerdings immer nur eine kleine Menge an Fructose transportieren. 

Das bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich nur ein bestimmtes Maß an Fruchtzucker verträgt, ohne davon Beschwerden zu bekommen. Die Menge ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. 

Leidet ein Mensch an einer Fructoseintoleranz können die Transporter den Fruchtzucker nur teilweise ins Blut transportieren. Die Fructose wird deshalb im Darm nicht abgebaut und gelangt in den Dickdarm. Die Bakterien im Dickdarm sind dann dafür verantwortlich den Zucker aufzuspalten und nutzen ihn als Energielieferant. Durch den Prozess der Bakterien können Gase und Fettsäuren entstehen.

Diese sind dann verantwortlich für die typischen Beschwerden. Die Gase gelangen über das Blut in die Lunge und von dort werden sie mit der Atemluft ausgeschieden. Ein Arzt kann an einem Atemtest feststellen, ob ein Mensch an einer Fructoseintoleranz leidet.  

Leidest du bereits an einem Reizdarmsyndrom? Die Wahrscheinlichkeit, dass du auf Fructose mit Beschwerden reagierst, ist in dem Fall deutlich größer als bei Menschen, die nicht an einem Reizdarmsyndrom leiden. 

Ärzte und Wissenschaftler sind sich bei der Fructoseintoleranz allerdings nach wie vor nicht einige, ob die Symptome tatsächlich an einer Unverträglichkeit liegen oder ob die Beschwerden durch eine zu hohe Menge von Fruchtzucker ausgelöst werden. 

Was ist eine hereditäre Fructoseintoleranz?

Bei der hereditären Fructoseintoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit, die bereits angeboren wurde. Die Stoffwechselkrankheit tritt bereits im Babyalter auf. Dem Körper fehlt ein spezielles Enzym zur Verarbeitung von Fructose. 

Der Zucker kann sich aus dem Grund in der Darmwand des Dünndarms, in der Leber und den Nieren ansammeln. Wird die hereditäre Fructoseintoleranz nicht erkannt, kann sie durch die Zuckerablagerung in lebenswichtigen Organen zu schweren Folgeschäden führen. Meist kommt es zu Nieren- oder Leberfunktionsstörungen. 

Die Krankheit äußert sich bei den meisten Betroffenen dann aber bereits im Babyalter. Der Verzehr von Fruchtzucker führt unverzüglich zu Symptomen wie Erbrechen, Durchfall  oder Unterzucker. Betroffene klagen außerdem oft über Symptome wie Schwindel und und extremes Schwitzen. 

Diese Art der Intoleranz kann nur durch einen speziellen Bluttest festgestellt werden. Wenn ein Kind an einer hereditären Fructoseintoleranz leidet, ist es wichtig, dass es in den ersten Lebensjahren strikt auf Fruchtzucker verzichtet. Dabei dürfen keine Ausnahmen gemacht werden. Jede noch so kleinste Menge könnte schlimme Folgen für den weiteren Krankheitsverlauf haben. 

Sobald das Kind dann älter wird, kann ein erneuter Test durchgeführt werden. Eventuell ist es dann sogar möglich dem Kind kleine Mengen an Fruchtzucker zu geben. 

Was ist eine Intoleranz?

Eine Intoleranz beschreibt eine Unverträglichkeit gegenüber einem bestimmten Lebensmittel. Das bedeutet, wenn du zum Beispiel an einer Fruchtzucker-Intoleranz leidest, kann dein Körper Fruchtzucker nicht so verarbeiten wie es bei einem gesunden Mensch der Fall wäre. 

Dein Körper kann den unverträglichen Stoff nicht abbauen und es kommt aus dem Grund zu Beschwerden. Meist fällt in Zusammenhang mit dem Begriff Intoleranz das Wort Malabsorption. Das bedeutet, dass ein erkrankter Körper bestimmte Lebensmittel nicht absorbieren kann. Problem dabei ist allerdings, dass der Fruchtzucker dennoch ganz normal verstoffwechselt wird. 

Der unverträgliche Stoff lagert sich deshalb im Körper an Stellen ab wo er eigentlich nichts zu suchen hat und es kommt zu schweren Symptomen. 

Was ist eine Fructose Malabsorption?

Die Begriffe Maldigestion und Malabsorption hängen eng zusammen. Dabei handelt es sich um eine unzureichende Verdauung. Der Körper kann bestimmte Nährstoffe außerdem unzureichend aufnehmen. Dies führt auf lange Sicht zu einem Nährstoffmangel. 

Ein Nährstoffmangel kann Mangelerscheinungen hervorrufen. Leidet ein Mensch an einer Maldigestion kommt es außerdem in vielen Fällen von einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse. 

Entzündliche Darmerkrankungen sind ebenfalls keine Seltenheit bei Betroffenen. Häufige Symptome einer Maldigestion sind starker Gewichtsverlust, Beschwerden im Verdauungstrakt wie z. B. starke Durchfälle, aber auch Symptome wie starker Durst oder Erbrechen. 

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie beschreibt die Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe. Bist du von einer Nahrungsmittelallergie betroffen, dann reagiert dein Körper nicht nur unverträglich, sondern allergisch. Dabei reichen in den meisten Fällen schon kleine Mengen des allergischen Lebensmittels aus, um starke Symptome hervorzurufen. 

Das Lebensmittel muss im Falle einer Allergie nicht zwingend verzehrt werden, um Beschwerden auszulösen. In vielen Fällen reicht ein einfacher Hautkontakt aus, um eine allergische Reaktion zum Vorschein zu bringen. 

Bei einer Allergie treten die Symptome deutlich schneller auf als bei einer Unverträglichkeit. Meist sind erste Symptome bereits Minuten oder maximal eine Stunde nach dem Kontakt ersichtlich. Im Gegensatz zu einer Nahrungsmittel-Unverträglichkeit ist dabei häufig nicht nur der Verdauungstrakt, sondern der gesamte Organismus betroffen. 

Eine Allergie kann zum Beispiel starke Hautausschläge oder eine Reaktion im Mund oder Rachenbereich auslösen. Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie müssen deshalb in jedem Fall immer Ernst genommen werden. Sie können durch das Anschwellen der Atemwege schnell lebensbedrohlich werden.

Jede Allergie weist unterschiedliche Symptome auf. Die Beschwerden bei einer Allergie gegenüber Fructose sind dabei in den meisten Fällen deutlich geringer als zum Beispiel bei einer Nussallergie. 

Fructoseintoleranz testen

Die Symptome der Fructoseintoleranz sind nicht klar definiert. Jeder Betroffene reagiert dabei unterschiedlich. Dazu kommt, dass Fructose meist in Verbindung mit anderen Lebensmittel gegessen wird. Das bedeutet eine Fructose-Unverträglichkeit zu diagnostizieren stellt selbst Ärzte vor eine große Herausforderung. 

Wenn du aber den Verdacht hast, dass Fructose hinter deinen Beschwerden steckt, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Am besten eignet sich hierfür der Besuch beim Gastroenterologen. Dabei handelt es sich um einen Facharzt, der spezialisiert ist für Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt. 

Der Gastroenterologe kann verschiedene Ursachen für deine Beschwerden ausschließen und spezielle Tests mit dir durchführen. 

Um eine Fructoseintoleranz zu diagnostizieren wird in den meisten Fällen ein spezieller Atemtest durchgeführt. Zu Beginn des Tests musst du eine bestimmte Menge einer Fructose Lösung trinken. Dies ist für Menschen unangenehm. Nur so kann jedoch herausgefunden werden, ob du an einer Fructoseintoleranz leidest. 

Nachdem du die Lösung getrunken hast, musst du in bestimmten Zeitabständen immer wieder in ein spezielles Gerät pusten. Das Gerät misst den Wasserstoffgehalt in deiner Atemluft. 

Durch den Abbau von Fruchtsüße im Dickdarm durch Bakterien wird Wasserstoff erzeugt. Das heißt umso mehr Fructose sich in deinem Dickdarm angelagert hat, umso höher ist der Wasserstoffgehalt in deiner Atemluft. Die Fructose sollte eigentlich bereits im Dünndarm abtransportiert worden sein. Bei einer Fructose-Unverträglichkeit ist dein Körper dazu allerdings nicht imstande. Sie landet deshalb im Dickdarm und löst dann entsprechende Beschwerden aus. 

Für den Test musst du außerdem nüchtern bei dem Arzt erscheinen. Die große Kritik an dem Test ist, dass dir, obwohl du unter Umständen an einer Fructoseintoleranz leidest, eine große Menge Fructose zugeführt wird. Bei vielen Menschen kommt es im Anschluss an den Test dann zu starken Beschwerden. Spreche vorher deshalb unbedingt mit deinem Arzt. Eventuell kann er dir eine weniger hoch konzentrierte Fructose-Lösung verabreichen. 

Der Atemtest darf außerdem unter keinen Umständen durchgeführt werden, wenn der Verdacht besteht, dass du an einer hereditären Frukctoseintoleranz leidest. Der Test könnte eine starke Unterzuckerung auslösen. Diese könnte zu einer lebensbedrohlichen Reaktion in deinem Körper führen. 

Wo ist überall Fructose drin?

Viele Obstsorten enthalten von Natur aus viel Fructose. Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben und alle Trockenfrüchte stecken voll damit. Auch in Getränken wie Fruchtsäften und Obstsäften ist viel Fructose enthalten. Vorsicht auch bei Softdrinks.

Die Süßwarenindustrie greift oft auf Fructose zurück, um die Lebensmittel zu süßen. Süßigkeiten sind deshalb wahre Fructose Bomben. Honig enthält von Natur aus Fructose. Gleiches gilt für Agavendicksaft und Marmelade. 

Versuche fertige Lebensmittel grundsätzlich zu vermeiden. Sie sind in den meisten Fällen voll mit Fructose und lösen entsprechende Beschwerden aus. 

Was tun bei einer Fructoseintoleranz?

Leidest du an einer Fructoseintoleranz? Obwohl du unverträglich gegen Fruchtzucker reagierst, solltest du dennoch nicht komplett auf Obst und Gemüse verzichten. Der menschliche Körper benötigt Obst und Gemüse, um ordnungsgemäß zu funktionieren. 

Obst und Gemüse enthält viele lebensnotwendige Vitamine und Nährstoffe. Indem du Fruchtzucker vermeidest, unterstützt du außerdem die Faulheit der Transporteiweiße. Durch die Intoleranz hat dein Körper ohnehin bereits Probleme den Fruchtzucker abzubauen. Indem du ihn konsequent meidest, erhöhst du das Risiko, dass die Transporteiweiße ihre Arbeit vollkommen einstellen. Die bereits reduzierte Aufnahme von Fructose über den Darm wird dadurch weiterhin geschwächt. 

Einzige Ausnahme bildet die hereditäre Fructose. Wenn du an dieser Form der Intoleranz leidest, musst du sogar zwingend auf den Verzehr von Fructose verzichten. 

Bespreche dich mit deinem Arzt. Er kann dir bei einer entsprechenden Ernährungsumstellung helfen. Bei vielen Patienten reicht es bereits aus, wenn sie für eine bestimmte Zeit die Menge der verzehrten Fructose reduzieren. Führe dazu ein Ernährungstagebuch.

Darin kannst du dir genau notieren, was du gegessen hast und welche Symptome dein Körper im Anschluss gezeigt hat. Ein  Ernährungstagebuch bildet außerdem eine gute Grundlage, um mögliche andere Unverträglichkeiten zu entdecken. 

Im Anschluss an den Verzicht kannst du mit der Testphase starten. Dazu kannst du nach und nach immer mehr Speisen zu dir nehmen, die Fruchtzucker enthalten. Führe dein Ernährungstagebuch in dieser Zeit unbedingt weiter. Dieses gibt sowohl dir, aber vor allem deinem Arzt konkrete Hinweise darüber wie dein Körper auf verschiedene Lebensmittel reagiert. Eventuell verträgst du manche Lebensmittel besser als andere. 

Wenn dir der Verzicht auf Fruchtzucker keine Erleichterung der Symptome gebracht hat, solltest du unbedingt noch mal einen Arzt aufsuchen. Eventuell liegt die Ursache deiner Symptome dann gar nicht bei der Fructose, sondern hat eine andere Herkunft. Auch andere Inhaltsstoffe in Lebensmitteln können Probleme bereiten und entsprechende Symptome auslösen. 

Symptome einer Fructose-Unverträglichkeit

Die Symptome bei einer Fructoseintoleranz sind vielfältig. Jeder Mensch reagiert dabei anders. Meistens ist allerdings der Magen-Darm-Trakt betroffen. Symptome sind dabei meistens starke Blähungen, Durchfall, Bauchkrämpfe und Übelkeit. 

Grundsätzlich sind die Symptome einer Fructoseintoleranz jedoch harmlos. Viele Menschen empfinden sie dennoch gerade im Alltag als sehr belastend. Bei manchen Manchen kann eine Fructoseintoleranz deshalb auch zu seelischen Beschwerden führen. Sie ziehen sich immer mehr zurück und isolieren sich aufgrund der Symptome von anderen. 

Der Ursache muss deshalb in jedem Fall auf den Grund gegangen werden. 

Eine hereditäre Fructoseintoleranz weist andere Symptome auf. Viele Betroffene klagen hierbei über Schwindel bis hin zur Verwirrtheit. Diese Fort der Intoleranz kann sogar Schweißbrüche und Krampfanfälle bis hin zum Koma auslösen. 

Wenn bei dir eine hereditäre Fructoseintoleranz diagnostiziert wurde, musst du deshalb dringend auf Fructose verzichten. Die Symptome dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden. Wer auf lange Sicht die Beschwerden ignoriert, kann auf Dauer an einem Leber- oder Nierenschaden erkranken. 

Was sind die Ursachen?

Die Ursachen einer Fructoseintoleranz sind nach wie vor sehr umstritten. Grundsätzlich vertragen selbst Menschen, die nicht an einer Unverträglichkeit leiden nur eine gewisse Menge an Fruchtzucker. Nur ganz wenige Menschen können dabei mehr als 25 Gramm Fruchtzucker auf einmal zu sich nehmen. 

Als kleine Orientierung: 100 Gramm Datteln enthalten etwa 30 Gramm Fruchtzucker. Ein Apfel dagegen enthält nur etwa 9 Gramm Fruchtzucker. 

Sobald die Aufnahmekapazität des Fruchtzuckers in deinem Körper erreicht ist, sendet er die überschüssige Fructose in den Dickdarm. Erst dort löst er Beschwerden aus. Durch die Bakterien, die im Dickdarm angesiedelt sind, löst der Fruchtzucker im Dickdarm bestimmte Gase aus. Die Bakterien sind für die Spaltung der Fructose zuständig. 

Durch die Gasentwicklung im Dickdarm wird Wasserstoff gebildet. Dies führt zu Symptomen wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Vor allem dann, wenn du Mahlzeiten zu dir nimmst die mehr Fruchtzucker als Fett oder Eiweiß enthalten wandert der Fruchtzucker in hohem Tempo in den Dünndarm. Durch die hohe Menge, die auf einmal im Dünndarm ankommt, leitet dieser die Fructose auf direktem Weg weiter in den Dickdarm. 

Eine echte Fructoseintoleranz liegt deshalb erst dann vor, wenn ein Mensch bei der Aufnahme von weniger als 25 Gramm Fruchtzucker bereits unverträglich reagiert. 

Wodurch kann der Zuckertransport im Körper verbessert werden?

Bei Fruchtzucker handelt es sich um einen sogenannten Einfachzucker. Das bedeutet, dass dein Körper diesen nicht erst in seine einzelnen Bestandteile zerlegen muss, um ihn aufzunehmen, sondern direkt verarbeiten kann. Über die Schleimhaut des Dünndarms gelangt er direkt ins Blut. 

Der Transport des Zuckers wird dabei über sogenannte Membranproteine geregelt. Durch sie gelangt der Zucker aus dem Inneren des Darms in die Zellen und damit in den Blutkreislauf. 

Sobald ein Mensch an einer Fructoseintoleranz leidet, liegt ein Defekt bei den Transportproteinen vor. Der Darm kann den Fruchtzucker dann nicht mehr ordnungsgemäß aufnehmen. Er scheitert selbst an kleinen Mengen Fructose.

Inzwischen haben Ärzte herausgefunden, dass es möglich ist, dass der Defekt nur eine bestimmte Zeit besteht. Wenn du zum Beispiel an einer Magen-Darm-Grippe oder einer Entzündung im Bereich des Verdauungstraktes leidest, kann dies der Fall sein. 

Die Störung der Transportproteine kann auf der anderen Seite aber auch bereits angeboren sein. 

Was aber kann den Transport der Fructose erleichtern? Gibt es Möglichkeiten deinem Darm zu helfen, die Fructose besser aufzunehmen?

Fructose ist grundsätzlich nicht nur in Früchten enthalten. Sie kommt selbst in gewöhnlichen Haushaltszucker vor. Haushaltszucker wird deshalb auch als sogenannter Zweifachzucker bezeichnet. Er besteht aus Fructose und Glukose. Glukose kommt übrigens auch in Traubenzucker vor. 

Wenn du Haushaltszucker zu dir nimmst, wird dieser im Dünndarm in Fructose und Glukose aufgespalten. Nur so kann dein Darm den Haushaltszucker aufnehmen. Durch die Stimulation deines Dünndarms durch die Glukose wird die Fructose langsamer abgebaut. Dadurch kann dein Körper den Fruchtzucker besser aufnehmen und verarbeiten. 

Die meisten Menschen, die an eine Fructose Unverträglichkeit leiden, vertragen den sogenannten Zweifachzucker, obwohl darin Fructose enthalten ist. 

Wodurch kann der Abbau der Fructose im Körper verschlechtert werden?

Wenn du viel Sport machst, kann es außerdem sein, dass dein Körper empfindlicher auf Fructose reagiert. Das hängt damit zusammen, dass dein Stoffwechsel durch den Sport deutlich mehr arbeitet und der Fruchtzucker somit schneller in deinem Dünndarm landet. 

Gleiches gilt für Alkohol. Alkohol enthält Sorbit. Dabei handelt es sich um einen Zuckeralkohol. Er stimuliert deinen Körper nicht und lenkt ihn dadurch von der Fructose ab. Im Gegenteil ? er ist der Fructose so ähnlich, dass dein Körper die Fructose nicht von dem Alkoholzucker unterscheiden kann. Dein Körper nimmt dies deshalb so wahr, als würdest du ihm noch mehr Fruchtzucker zufügen. 

Der Verzehr von Sorbit kann deinem Körper aus dem Grund zusätzlich schaden und die Reaktion der Unverträglichkeit um einiges verschlimmern. 

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