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4 May, 2021

Lactose-Unverträglichkeit – Symptome, Diagnose und die Behandlung

Menschen, die an einer Laktose-Unverträglichkeit leiden, reagieren nach dem Verzehr von Milchprodukten meist mit entsprechenden Symptomen. 

Wenn du intolerant gegenüber Laktose bist, fehlt deinem Körper das Enzym, das für die Verwertung von Milchzucker notwendig ist. Dein Körper hat dann nicht die Fähigkeit den Milchzucker entsprechend abzubauen und zu verwerten. Klassische Symptome einer Laktose Intoleranz sind Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfall. 

Bei vielen Betroffenen ist ausschließlich der Magen-Darm-Trakt von den Symptomen betroffen. Das bedeutet aber nicht, dass du nicht auch an weiteren Symptomen leiden kannst, wenn du von einer Laktose Intoleranz betroffen bist. 

Im Folgenden kannst du mehr dazu lesen, woran du erkennen kannst, dass du intolerant gegenüber Laktose bist und wie sich eine Laktoseintoleranz bemerkbar macht. 

Wie äußert sich Laktoseintoleranz bei Erwachsenen?

Milch und Milchprodukte enthalten Milchzucker. Dieser wird bei Experten als Laktose bezeichnet. Grundsätzlich kann Laktose nicht von der Darmschleimhaut aufgenommen werden. 

Damit die Schleimhaut den Milchzucker aufnehmen kann, muss dein Körper diesen entsprechend in Einzelzucker aufspalten. Zur Aufspaltung benötigt dein Körper ein entsprechendes Enzym. Nur dann kann der Milchzucker über die Schleimhaut ins Blut aufgenommen werden. In Expertenkreisen wird dieses Enzym auch als sogenannte Laktase bezeichnet. Bei einem gesunden Menschen produzieren die Schleimzellen im Dünndarm das entsprechende Enzym. 

Leidest du an einer Laktoseintoleranz, kann dein Körper das Enzym allerdings nicht in ausreichender Menge produzieren. 

Die Konsequenz daraus ist, dass dein Körper den Milchzucker nicht ordnungsgemäß aufnehmen kann. Dieser wird deshalb unverarbeitet weiter in den Dünndarm geleitet. Das was in deinem Dünndarm landet, wird auch als Abfallprodukt bezeichnet. Diese lösen dann die klassischen Beschwerden einer Laktose Intoleranz aus. 

Im Dickdarm dient der unverdaute Milchzucker den Bakterien als Nahrung. Diese bilden dann entsprechende Gase, die die klassischen Beschwerden auslösen.

Menschen, die an einer Laktose Intoleranz leiden können von Natur keine oder nur wenig Laktase bilden. Dadurch kann die Laktose nicht entsprechend aufgespalten werden. Grundsätzlich ist der Grund für eine Laktose Intoleranz deshalb ein Mangel des Enzyms Laktase. 

Die Beschwerden sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Es kann sein, dass du an einer Laktoseintoleranz leidest und trotzdem nur an leichten Symptomen leidest oder aber dass du massive Beschwerden nach dem Verzehr von Milchprodukten wahrnimmst. 

Eine Laktoseintoleranz kann übrigens in jedem Alter auftreten. Die Intoleranz kann sich auch erst im späteren Alter bemerkbar machen. 

Was ist eine primäre Laktoseintoleranz?

Grundsätzlich handelt es sich bei der Laktose Intoleranz nicht um eine Krankheit. Vielmehr handelt es sich dabei um ein fehlendes Enzym. Der Körper kann den Milchzucker nicht ordnungsgemäß aufspalten und reagiert deshalb mit entsprechenden Symptomen. 

Eine Laktose Intoleranz ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Es gibt viele Erwachsene, die daran leiden. Aber auch im Kindesalter kann eine Laktose Intoleranz auftreten. Sobald der Wert des Enzyms Laktase nachlässt, können erste Symptome einer Intoleranz auftreten. 

Das Alter einer primären Laktoseintoleranz ist sehr unterschiedlich. Meistens sind Betroffene jedoch zwischen fünf und 20 Jahren. Kinder unter fünf Jahren leiden kaum an einer Laktose-Unverträglichkeit. Die ersten Symptome einer Laktose Intoleranz kommen meist im Teenageralter zum Vorschein. Obwohl die Beschwerden erst dann auftreten, kann es dennoch sein, dass die betroffenen Personen auch schon vorher von einer Laktoseintoleranz betroffen waren. 

Bei der primären Laktoseintoleranz handelt es sich übrigens um eine Unverträglichkeit, die bereits seit Kindesalter besteht. Wann die ersten Symptome zum Vorschein kommen ist jedoch bei jedem Menschen unterschiedlich. 

Was ist eine sekundäre Laktoseintoleranz?

Bei einer sekundären Laktoseintoleranz handelt es sich meist um eine Unverträglichkeit, die erst im Laufe des Lebens entstanden ist. Sie ist meistens das Resultat oder die Folge einer anderen Erkrankung.

Das bedeutet, dass der Mensch grundsätzlich über die nötige Menge an Laktase verfügt, aber durch die entsprechende Erkrankung nicht mehr imstande ist ausreichend davon zu produzieren. Meist handelt es sich dabei um eine Schädigung der Darmschleimhaut. Grund dafür kann zum Beispiel eine größere Operation im Magen-Darm-Trakt, aber auch eine entsprechende Autoimmunerkrankung sein. 

Selbst der schwere Verlauf einer Magen-Darm-Grippe kann dazu beitragen, dass sich der Darm entzündet und deshalb weniger Laktase produzieren kann. 

Vielen Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, leiden zusätzlich auch an einer Laktose Intoleranz. Dies hängt mit der Entzündung in der Darmschleimhaut zusammen. Die Entzündung beeinträchtigt die Produktion der Laktase. 

Eine sekundäre Laktoseintoleranz bildet sich in den meisten Fällen allerdings wieder zurück. Sobald sich der Darm entsprechend erholt hat, ist er dann auch wieder in der Lage ausreichend Laktase zu produzieren. 

Laktoseintoleranz ? Symptome

Eine Laktoseintoleranz löst bei den Menschen klassische Symptome wie ein Völlegefühl, einen Blähbauch, aber auch Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall aus. Oftmals produziert der Darm zusätzlich laute Darmgeräusche. 

Die Blähungen sind auf die Gase zurückzuführen, die durch die Bakterien im Dickdarm gebildet werden. Sie entstehen, sobald sich der Milchzucker zersetzt. Es gibt außerdem weitere Abfallstoffe wie zum Beispiel Milch- und Fettsäuren. Sie wirken Wasser-ziehend. Dadurch wird der Darm mit mehr Flüssigkeit durchströmt und es kann zu Symptomen wie Durchfall kommen. 

Oftmals verschlimmern sich die Symptome im Verlauf der Intoleranz. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass Betroffene Blähungen oder Darmwinde kontrolliert einhalten, weil sie ihnen in der Öffentlichkeit unangenehm sind. Dadurch werden die Symptome der Intoleranz oftmals deutlich verstärkt. Die Bauschmerzen verschlimmern sich, dadurch dass sich der Darm weiter ausdehnt. 

Bei einer Laktose Intoleranz kann es außerdem zu Verstopfung kommen. Diese ist auf die Gase im Darm zurückzuführen. Bei den Gasen handelt es sich um Methan. Das Gas verlangsamt die Darmtätigkeit und es kommt deshalb zur Verstopfung. 

Die Diagnose einer Laktose Intoleranz

Eine Laktoseintoleranz kann nicht alleinig durch die Symptome diagnostiziert werden. Die Symptome kommen nicht nur bei der Laktoseintoleranz, sondern außerdem bei vielen anderen Erkrankungen vor.

Um eine Laktose Intoleranz gezielt, diagnostizieren zu können, muss ein gezielter Test durchgeführt werden. 

Blähungen oder Bauchschmerzen sind außerdem keine Seltenheit. Selbst Menschen, die im Grund nicht an einer Erkrankung leiden, haben oftmals Bauchschmerzen oder Blähungen. Viele Ärzte können die Intoleranz deshalb nicht klar an den Symptomen diagnostizieren. 

Falls deine Magen-Darm-Beschwerden allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten oder du die Beschwerden insbesondere nach dem Verzehr von Milchprodukten verspürst, solltest du dringend einen Arzt aufsuchen. Schildere deinem Arzt deine Beschwerden ganz genau und lasse dabei keine Symptome aus. 

Nachdem der Arzt ein Anamnese-Gespräch mit dir geführt hat, wird er dich körperlich untersuchen. Dabei untersucht der Arzt deinen Bauchraum nach auffälligen Geräuschen.- Diese können ein Indiz für eine Laktoseintoleranz sein. Die Untersuchung dient nicht nur der Feststellung einer Unverträglichkeit, sondern insbesondere dazu andere Ursachen von Anfang an ausschließen zu können. 

Quellen

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