Frau mit Schal geht durch einen herbstlichen Park und streicht sich durchs Haar

Haarausfall im Herbst: Ursachen, Dauer und was hilft

Wichtiger Hinweis: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der neutralen Aufklärung und allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder eine Ärztin bzw. entsprechendes Fachpersonal. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte immer medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.

Die Blätter fallen, und plötzlich liegen auch auffällig mehr Haare in der Bürste, im Abfluss der Dusche oder auf dem Kopfkissen. Haarausfall im Herbst ist ein Phänomen, das viele Menschen kennen und das zunächst beunruhigt. Häufig steckt dahinter ein saisonaler Haarausfall im Herbst: ein vorübergehend stärkerer Haarwechsel, der mit dem natürlichen Wachstumszyklus der Haare zusammenhängt und von selbst wieder abklingt.

In diesem Artikel erfährst Du, warum Haare im Herbst häufiger ausfallen, wie viel Haarverlust als normal gilt und wie lange der saisonale Haarausfall typischerweise dauert. Außerdem geht es darum, wie Du ihn von anderen Formen wie dem erblich bedingten Haarausfall, dem diffusen oder dem kreisrunden Haarausfall unterscheidest, welche Warnzeichen ärztlich abgeklärt gehören und was Du im Alltag für Deine Haare tun kannst.

Saisonaler Haarausfall: Warum fallen im Herbst mehr Haare aus?

Dass Menschen im Herbst mehr Haare verlieren, ist keine Einbildung. Dermatologische Untersuchungen an gesunden Menschen deuten darauf hin, dass der Anteil der Haare in der Ruhephase im Sommer am höchsten ist und im Spätsommer und Herbst entsprechend mehr Haare ausfallen. Warum sich der Haarausfall gerade im Herbst verstärkt, erklärt ein Blick auf den Haarzyklus.

Der Haarzyklus: Haarwachstum, Übergang und Ruhephase

Jedes Haar durchläuft unabhängig von seinen Nachbarn einen Zyklus aus drei Phasen. In der Wachstumsphase (Anagenphase) bildet die Haarwurzel meist 2 bis 6 Jahre lang kontinuierlich neues Haar. Darauf folgt eine kurze Übergangsphase (Katagenphase) von wenigen Wochen, in der sich die Haarwurzel zurückbildet. Anschließend tritt das Haar in die Ruhephase ein, die Telogenphase, die meist etwa zwei bis vier Monate dauert. Am Ende fällt das alte Haar aus, oft weil ein neues Haar aus demselben Follikel nachwächst und es hinausschiebt.

Der größte Teil der Kopfhaare befindet sich zu jedem Zeitpunkt in der Wachstumsphase. Weil die Haare nicht alle gleichzeitig wechseln, verlierst Du täglich einige Haare, ohne dass das Haar insgesamt dünner wird.

Die Telogenphase: Haarfollikel im Haarwechsel

Beim saisonalen Haarausfall verschiebt sich das Gleichgewicht vorübergehend: Im Frühjahr befinden sich besonders viele Haare in der Wachstumsphase, im Laufe des Sommers können dann vermehrt Haare in die Ruhephase übergehen. Da die Telogenphase einige Monate dauert, fallen diese Haare zeitversetzt und gebündelt im Spätsommer und Herbst aus. Gesichert ist dabei vor allem das Muster selbst; welche Rolle Tageslänge, Licht, Temperatur oder hormonelle Signale genau spielen, ist beim Menschen noch nicht abschließend geklärt.

Gelegentlich wird der Vergleich mit dem Fellwechsel bei Tieren gezogen. Bei vielen Säugetieren ist der jahreszeitliche Fellwechsel deutlich ausgeprägt. Beim Menschen ist der Effekt viel schwächer und fällt von Person zu Person sehr unterschiedlich aus. Manche bemerken ihn jedes Jahr, andere gar nicht.

Spielen Sommer, Sonne und Stress eine Rolle

Häufig werden weitere Einflüsse genannt, die Haare in den Sommermonaten beanspruchen können: intensive UV-Strahlung im Sommer, Salz- und Chlorwasser oder Hitze beim Styling. Sie können das Haar trockener und brüchiger machen, sodass mehr abgebrochene Haare in der Bürste landen. Mit dem Haarzyklus selbst hat das allerdings nichts zu tun. Auch Belastungen wie ein fieberhafter Infekt, eine Operation oder starker Stress können Haare vorzeitig in die Ruhephase schicken. Der Haarverlust zeigt sich dann typischerweise erst einige Wochen bis Monate später, was es schwer macht, den Auslöser zuzuordnen.

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Wie viel Haarausfall ist normal?

Auch bei gesundem Haar fallen jeden Tag Haare aus. Als grobe Orientierung werden häufig 50 bis 100 Haare am Tag genannt. Diese Zahl ist ein Richtwert, keine feste Grenze: Wie viele Haare Du verlierst, hängt unter anderem von Deiner Haardichte, der Haarlänge und davon ab, wie oft Du Deine Haare wäschst. An Waschtagen sammeln sich oft die Haare von mehreren Tagen, die sich bereits gelöst hatten.

Lange Haare fallen außerdem stärker auf als kurze, auch wenn die Anzahl gleich ist. Haare zu zählen ist deshalb selten hilfreich. Aussagekräftiger ist die Veränderung über die Zeit: Wird Dein Haar insgesamt sichtbar dünner, wird der Scheitel breiter oder entstehen lichte Stellen, geht das über einen saisonalen Haarwechsel hinaus.

Fallen im Herbst für einige Wochen täglich mehr als 100 Haare aus, also mehr Haare als gewöhnlich, ist das für sich genommen meist kein Grund zur Besorgnis, solange das Haar insgesamt nicht lichter wird und keine kahlen Stellen entstehen. Ob es sich um einen saisonalen Haarausfall handelt, zeigt meist der Verlauf: Ist der Haarverlust jahreszeitlich bedingt, merkst Du nach einigen Wochen, dass die Menge wieder im normalen Bereich liegt.

Ein einfacher Anhaltspunkt: Ein ausgefallenes Haar mit einer kleinen hellen Verdickung am Ende, der sogenannten Kolbenwurzel, hat seinen Zyklus regulär beendet. Abgebrochene Haare ohne dieses Ende sprechen eher für eine Schädigung des Haarschafts, etwa durch Hitze oder mechanische Belastung.

Wie lange dauert der Haarausfall im Herbst, und wann beginnt das Nachwachsen?

Saisonaler Haarausfall ist vorübergehend. In der Regel nimmt der Haarverlust nach einigen Wochen wieder ab und normalisiert sich meist innerhalb weniger Monate. Die ausgefallenen Haare werden durch nachwachsende ersetzt, denn der Follikel bleibt bei diesem Vorgang intakt. Weil das Haar nur langsam wächst, kann es allerdings eine Weile dauern, bis das Haar wieder so voll wirkt wie zuvor.

Hält ein deutlich vermehrter Haarausfall länger als etwa drei Monate an, wird das Haar sichtbar lichter oder kommt der Haarverlust auch außerhalb des Herbstes immer wieder, lohnt sich eine ärztliche Abklärung. Dann steckt möglicherweise etwas anderes dahinter als der jahreszeitliche Haarwechsel.

Ursachen für Haarausfall: saisonal oder eine andere Form

Nicht jeder Haarausfall im Herbst ist saisonal bedingt. Die Jahreszeit kann zufällig mit einer anderen Form zusammenfallen. Diese Merkmale helfen bei der Einordnung, ersetzen aber keine ärztliche Untersuchung.

Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Der erblich bedingte, androgenetische Haarausfall ist die häufigste Form überhaupt. Bei entsprechender Veranlagung reagieren die Haarfollikel empfindlich auf männliche Hormone (Androgene), die Haare werden mit jedem Zyklus feiner und kürzer. Beim Mann gilt vor allem Dihydrotestosteron (DHT), eine aktive Form des Testosterons, als entscheidend. Bei Frauen ist die Rolle der Hormone weniger eindeutig als bei Männern. Bei Männern zeigen sich typischerweise Geheimratsecken und eine lichte Stelle am Hinterkopf, bei Frauen lichtet sich meist das Haar entlang des Mittelscheitels am Oberkopf. Anders als der saisonale Haarausfall schreitet er langsam über Jahre fort und bildet sich nicht von selbst zurück.

Diffuser Haarausfall mit vermehrtem Haarverlust am ganzen Kopf

Beim diffusen Haarausfall fallen die Haare gleichmäßig verteilt über den ganzen Kopf aus. Häufig handelt es sich um ein sogenanntes telogenes Effluvium: Ein Auslöser schickt viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase. Infrage kommen zum Beispiel fieberhafte Infekte, eine Geburt, sehr einseitige Diäten, eine Schilddrüsenerkrankung, ein Eisenmangel oder bestimmte Medikamente, die Haarausfall auslösen können. Gerade ein Eisenmangel kann bei Frauen zu vermehrtem Haarausfall führen. Das Bild ähnelt dem saisonalen Haarausfall, ist aber oft stärker ausgeprägt und nicht an die Jahreszeit gebunden.

Kreisrunder Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) entstehen meist plötzlich runde oder ovale kahle Stellen mit glatter Kopfhaut. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen die Haarwurzeln richtet. Auch Bart, Augenbrauen oder Wimpern können betroffen sein. Kahle Stellen gehören nie zum saisonalen Haarausfall und sollten immer hautärztlich angesehen werden.

Was Du im Alltag für Dein Haar im Herbst tun kannst

Den jahreszeitlichen Haarwechsel kannst Du nicht verhindern, und das ist auch nicht nötig. Du kannst aber dafür sorgen, dass Dein Haar im Herbst nicht zusätzlich belastet wird und gute Voraussetzungen für das Nachwachsen hat. Was dabei wirklich hilft, sind schonende Pflege, eine ausgewogene Ernährung und etwas Geduld.

Schonende Haarpflege für Haar und Kopfhaut

  • Wasche Deine Haare mit einem milden Shampoo und lauwarmem statt heißem Wasser.
  • Rubble nasses Haar nicht trocken, sondern drücke es sanft im Handtuch aus. Nasse Haare sind besonders empfindlich.
  • Föhne mit mittlerer Temperatur und etwas Abstand und nutze Glätteisen oder Lockenstab sparsam.
  • Verzichte über längere Zeit auf straff gebundene Frisuren, die dauerhaft an den Haarwurzeln ziehen.
  • Kämme Dein Haar sanft, am besten von den Spitzen her, mit einem grobzinkigen Kamm oder einer weichen Bürste.
  • Schütze Dein Haar im Sommer vor viel Sonne, Salz- und Chlorwasser, etwa mit einer Kopfbedeckung und gründlichem Ausspülen.

Häufig wird auch gefragt, ob eine bessere Durchblutung der Kopfhaut, etwa durch Massagen, den Haarausfall im Herbst bremst. Eine sanfte Kopfhautmassage kann angenehm sein, den jahreszeitlichen Haarwechsel hält sie aber nicht auf.

Ausgewogene Ernährung für Haarwurzeln und Haarwachstum

Haarwurzeln gehören zu den Geweben mit hoher Teilungsaktivität und brauchen für ihr Wachstum Energie und Nährstoffe, vor allem Eiweiß (Protein) und Mikronährstoffe. Das Haar selbst besteht größtenteils aus Keratin, einem Protein. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen sowie Milchprodukten, Eiern, Fisch oder Fleisch, wie sie die DGE empfiehlt, ist die beste Grundlage. Sehr einseitige oder stark kalorienreduzierte Diäten können das Haarwachstum dagegen vorübergehend stören.

Für einige Mikronährstoffe sind in der EU gesundheitsbezogene Angaben zugelassen: Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Selen trägt zur Erhaltung normaler Haare bei. Diese Aussagen beschreiben die normale Funktion bei ausreichender Versorgung. Sie bedeuten nicht, dass zusätzliche Präparate den saisonalen Haarausfall aufhalten. Auch Vitamin D, Vitamin C oder Vitamin E werden oft im Zusammenhang mit Haaren genannt; eine zugelassene Angabe zur Erhaltung normaler Haare gibt es für diese drei Vitamine nicht. Mehr ist dabei nicht besser: Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr von Selen oder Vitamin A kann selbst Haarausfall begünstigen. Nimm Nahrungsergänzungsmittel deshalb nur in den empfohlenen Mengen ein und sprich bei Unsicherheit mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

Geduld und Beobachtung

Es kann helfen, kurz zu notieren, wann Dir der vermehrte Haarverlust aufgefallen ist und was in den Monaten davor war, etwa ein Infekt, eine Ernährungsumstellung oder eine stressige Phase. Solche Notizen machen es leichter, den Verlauf einzuschätzen und zu bemerken, ob der Haarausfall wieder nachlässt, und sind hilfreich, falls Du doch ärztlichen Rat suchst.

Vielleicht fragst Du Dich in diesem Zusammenhang, ob sich aus einer Haarprobe etwas über Deine Versorgung ablesen lässt. Was eine Haaranalyse grundsätzlich leisten kann und wo ihre Grenzen liegen, erklärt der Haaranalyse-Ratgeber zur Frage, wann eine Haaranalyse sinnvoll ist. Wenn Dich neben dem Haarverlust eher die Haarfarbe beschäftigt, lies den Graue-Haare-Artikel über Vitamine und das Ergrauen.

Wenn Du Dir eine Orientierung zu Deinem persönlichen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen wünschst, kann der Mikronährstofftest von Medicross ein Ausgangspunkt sein. Es ist ein Wellness-Test auf Basis einer Haarprobe: Du entnimmst die Probe selbst und sendest sie ein. Anschließend erhältst Du eine Ergebnisübersicht per E-Mail mit Anhaltspunkten, auf welchen Bedarf Du bei Deiner Ernährung im Alltag achten möchtest. Eine ärztliche Abklärung ersetzt der Test nicht.

Wann Du ärztlichen Rat suchen solltest

Erste Anlaufstelle ist Deine Hausarztpraxis oder direkt eine Hautarztpraxis. Lass den Haarausfall abklären, wenn:

  • der vermehrte Haarverlust länger als etwa drei Monate anhält,
  • Dein Haar insgesamt sichtbar dünner wird oder der Scheitel deutlich breiter erscheint,
  • plötzlich kahle Stellen entstehen oder auch Augenbrauen, Wimpern oder Bart betroffen sind,
  • an der Kopfhaut Begleiterscheinungen wie Juckreiz, Rötung, Brennen, Schuppen, Nässen oder Schmerzen auftreten,
  • zusätzlich Beschwerden wie anhaltende Müdigkeit, Blässe, Herzklopfen, Gewichtsveränderungen, Zyklusstörungen oder Frieren auftreten,
  • der Haarverlust nach Beginn eines neuen Medikaments einsetzt,
  • Kinder oder Jugendliche betroffen sind.

Die Ärztin oder der Arzt kann je nach Befund eine Blutuntersuchung veranlassen, etwa zu Eisenspeichern und Schilddrüsenwerten, und Haare und Kopfhaut genauer untersuchen. Nimmst Du hoch dosiertes Biotin ein, sag das vorher in der Praxis, denn es kann einige Laborbestimmungen im Blut verfälschen, darunter Schilddrüsenwerte.

Häufige Fragen

Ist es normal, im Herbst mehr Haare zu verlieren?

Ja, bei vielen Menschen fällt im Spätsommer und Herbst vorübergehend mehr Haar aus. Fachleute sprechen von saisonalem Haarausfall. Er hängt mit dem Haarzyklus zusammen und klingt in der Regel von selbst wieder ab.

Kann saisonaler Haarausfall länger anhalten?

Meist nimmt der Haarverlust nach einigen Wochen wieder ab und normalisiert sich innerhalb weniger Monate. Hält er deutlich länger als drei Monate an, solltest Du ihn ärztlich abklären lassen.

In welchem Monat fallen die meisten Haare aus?

Einen festen Monat gibt es nicht. In einer dermatologischen Untersuchung an gesunden Frauen war der Anteil der Haare in der Ruhephase im Sommer am höchsten und im Spätwinter am niedrigsten. Weil die Ruhephase einige Monate dauert, fallen bei vielen Menschen die meisten Haare zeitversetzt im Spätsommer und Herbst aus.

Verliert man im Herbst und Winter mehr Haare?

Am deutlichsten ist der Haarwechsel meist im Spätsommer und Herbst. Bei manchen reicht der vermehrte Haarverlust bis in den frühen Winter, bevor er sich normalisiert. Merkst Du, dass der Haarausfall im Herbst und Winter über mehrere Monate stark bleibt, lass ihn ärztlich abklären.

Was tun gegen saisonalen Haarausfall im Herbst?

Den saisonalen Haarwechsel selbst kannst Du nicht verhindern. Du kannst Deine Haare aber schonend pflegen, auf eine ausgewogene Ernährung achten und den Verlauf beobachten. Wird das Haar sichtbar lichter oder entstehen kahle Stellen, ist eine ärztliche Abklärung der richtige Schritt.

Wachsen die Haare nach dem Haarausfall im Herbst wieder nach?

Ja. Beim saisonalen Haarausfall bleiben die Haarfollikel intakt und bilden neue Haare. Das neue Haar wächst aber langsam, deshalb dauert es einige Monate, bis die nachwachsenden Haare sichtbar zur Fülle beitragen.

Welche Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für die Haare?

Zugelassene gesundheitsbezogene Angaben gibt es unter anderem für das Vitamin Biotin und die Spurenelemente Zink und Selen: Sie tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist der Bedarf in der Regel gedeckt. Zusätzliche Präparate verhindern den saisonalen Haarausfall nicht.

Haben Frauen und Männer gleichermaßen Haarausfall im Herbst?

Saisonaler Haarausfall kann Frauen und Männer betreffen. Bei Frauen mit langen Haaren fällt er oft stärker auf, weil lange Haare in Bürste und Abfluss sichtbarer sind.

Sollte ich meine Haare im Herbst seltener waschen?

Nein. Haarewaschen löst keine zusätzlichen Haare, sondern nur solche, die ohnehin ausfallen würden. Wichtiger ist eine schonende Pflege mit mildem Shampoo und vorsichtigem Trocknen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Menschen verlieren im Spätsommer und Herbst vorübergehend mehr Haare. Das nennt man saisonalen Haarausfall.
  • Ursache ist eine Verschiebung im Haarzyklus: Mehr Haare befinden sich gleichzeitig in der Telogenphase und fallen gebündelt aus.
  • Bis zu etwa 100 Haare am Tag gelten als grobe Orientierung; wichtiger ist, ob das Haar insgesamt dünner wird.
  • Saisonaler Haarausfall klingt meist innerhalb weniger Monate von selbst ab, die Haare wachsen nach.
  • Kahle Stellen, ein dauerhaft lichter werdendes Haar oder zusätzliche Beschwerden sprechen für eine andere Form und gehören ärztlich abgeklärt.
  • Schonende Pflege und eine ausgewogene Ernährung sind die beste Unterstützung; Biotin, Zink und Selen tragen zur Erhaltung normaler Haare bei.

Quellen und weiterführende Informationen

  • IQWiG – gesundheitsinformation.de: unabhängige Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen.
  • AWMF: Register der medizinischen Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland.
  • DGE: Deutsche Gesellschaft für Ernährung mit Empfehlungen zu einer ausgewogenen Ernährung.
  • EFSA: Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, unter anderem zuständig für die wissenschaftliche Bewertung gesundheitsbezogener Angaben.
  • BfR: Bundesinstitut für Risikobewertung, unter anderem zu Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln.

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