Erbsen und Erbsen Unverträglichkeit

Erbsen und Erbsen Unverträglichkeit

Wichtiger Hinweis: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der neutralen Aufklärung und allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Allergologen. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte immer medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.

Erbsen gehören zu den Hülsenfrüchten und stehen in vielen Küchen – als Beilage, als Suppe, als Zuckerschoten und zunehmend als Erbsenprotein in vegetarischen Produkten. Manche Menschen bekommen davon Blähungen, Bauchdruck oder Durchfall und vermuten dann eine Erbsen Unverträglichkeit.

Dahinter steckt meist keine Allergie, sondern die Verdauung bestimmter Kohlenhydrate. Hier erfährst Du, was eine Erbsen Unverträglichkeit von einer echten Erbsenallergie unterscheidet und worauf es bei Einweichen, Garzeit und Portionsgröße ankommt.

Erbsen Unverträglichkeit oder Erbsen Allergie: der Unterschied

Bei einer Unverträglichkeit ist der Verdauungstrakt beteiligt: Bestandteile der Hülsenfrucht werden im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen. Entscheidend ist die Menge – eine kleine Portion wird oft vertragen, eine große nicht, und die Beschwerden setzen mit Stunden Verzögerung ein.

Eine Nahrungsmittelallergie ist dagegen eine Reaktion des Immunsystems gegen Protein: Schon Spuren können Reaktionen auslösen, und die Symptome zeigen sich binnen Minuten – Hautreaktionen, Kribbeln im Mund, Atembeschwerden, selten bis hin zu einer anaphylaktischen Reaktion. Eine Erbsenallergie ist selten, kommt aber vor.

Warum Hülsenfrüchte Blähungen machen: FODMAP und Lektine

Galacto-Oligosaccharide

Erbsen enthalten Galacto-Oligosaccharide, kurzkettige Kohlenhydrate aus der FODMAP-Gruppe. Dem Dünndarm fehlt das Enzym, um sie zu spalten; sie erreichen den Dickdarm unverdaut, wo Bakterien sie vergären. Dabei entstehen Gase. Für Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Mungbohnen gilt dasselbe.

Lektine in nicht durchgegarten Hülsenfrüchten

Rohe und kurz erhitzte Hülsenfrüchte enthalten außerdem Lektine, die die Darmschleimhaut reizen und Übelkeit, Krämpfe oder Durchfall verursachen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass Hülsenfrüchte vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden müssen.

Erbsenallergie, Kreuzallergie und die Kennzeichnung

Erbsen zählen nicht zu den häufigsten Auslösern von Nahrungsmittelallergien, können aber Allergien auslösen. Zu den 14 deklarationspflichtigen Allergenen gehören sie nicht – dort stehen unter anderem Erdnuss, Soja und Lupinen sowie Sellerie, Weizen, Milchprodukte, Nüsse und Weichtiere. Steht Erbsenprotein als Zutat in einem Lebensmittel, muss es dennoch in der Zutatenliste auftauchen.

Weil die Allergene verwandter Pflanzen ähnlich gebaut sind, kommt eine Kreuzallergie zwischen Erbse, Erdnuss, Sojabohne und Lupine vor; auch Pollen sind daran beteiligt. Die Allergenität hängt zudem von der Zubereitung ab: Ein Teil der Eiweiße wird beim Erhitzen zerstört. Allergiker mit bekannter Erdnussallergie besprechen neue Hülsenfrüchte vorab ärztlich.

Welche Nährstoffe enthalten Erbsen

Welche Nährstoffe Erbsen enthalten

Erbsen enthalten viele Ballaststoffe und liefern pflanzliche Proteine, Eisen und B-Vitamine. Ballaststoffe tragen zu einer normalen Darmfunktion bei. Wer Hülsenfrüchten dauerhaft aus dem Weg geht, deckt diese Nährstoffe über Vollkornprodukte, Nüsse und Blattgemüse ab – siehe dazu die Nährstoffformel von Medicross.

Was Du im Alltag tun kannst

  • Getrocknete Ware über Nacht einweichen, das Einweichwasser wegschütten.
  • Vollständig durchgaren statt kurz erwärmen; Dosenware gründlich abspülen.
  • Klein anfangen und die Menge über Wochen steigern – die Darmflora gewöhnt sich daran.
  • Bei Fertigprodukten die Zutatenliste prüfen: Erbsenprotein steckt in vielen vegetarischen Aufstrichen und Proteinpulvern.
  • Portion, Zubereitung und Beschwerden zwei bis vier Wochen notieren.

Alle Informationen zum Unverträglichkeitstest von Medicross – Verfahren, Ablauf und Umfang – findest Du auf der Produktseite.

Unverträglichkeitstest

Unverträglichkeitstest von Medicross. Alle Informationen zum Verfahren findest Du auf der Produktseite.

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Medicross Unverträglichkeitstest für Zuhause mit Haarprobe

Eine Möglichkeit, Erbsen und andere Lebensmittel strukturiert zu beobachten, ist der Unverträglichkeits-Test von Medicross für Zuhause mit Haarprobe. Der Unverträglichkeitstest ist ein Wellness-Test und ersetzt keine ärztliche Abklärung: Du entnimmst die Probe selbst und erhältst eine Ergebnisübersicht mit Anhaltspunkten, welche Lebensmittel Du genauer beobachten möchtest.

Wann Du ärztlichen Rat suchen solltest

Sofort Hilfe brauchst Du bei Atemnot, Engegefühl im Hals, Anschwellen von Lippen, Zunge oder Rachen oder Kreislaufschwäche nach dem Essen. Einen Praxistermin brauchst Du bei Beschwerden über Wochen, Blut im Stuhl, anhaltendem Durchfall oder Gewichtsverlust ohne Erklärung. Ob eine allergische Reaktion vorliegt, klärt die allergologische Praxis mit Anamnese, Hauttest und spezifischen IgE-Werten.

Häufige Fragen

Welche Symptome treten bei einer Hülsenfrüchteunverträglichkeit auf?

Vor allem Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe und weicher Stuhl, ein bis mehrere Stunden nach dem Essen und abhängig von der Portion. Hautreaktionen oder Atembeschwerden binnen Minuten sprechen dagegen eher für eine Allergie.

Wann darf man keine Erbsen essen?

Bei nachgewiesener Erbsenallergie werden Erbsen und erbsenhaltige Produkte konsequent gemieden. Roh oder nur kurz erhitzt sind Hülsenfrüchte generell nichts für den Teller; wer empfindlich reagiert, hält die Portion klein.

Warum verursachen Erbsen Blähungen?

Wegen der Galacto-Oligosaccharide: Sie passieren den Dünndarm unverdaut und werden im Dickdarm vergoren, wobei Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan entstehen. Einweichen mit frischem Kochwasser, langes Garen und kleine Portionen machen den größten Unterschied.

Kann es durch Erbsen zu Durchfall kommen?

Ja. Die unverdauten Kohlenhydrate binden Wasser und beschleunigen die Passage; hinzu kommen Lektine aus nicht durchgegarter Ware. Hält Durchfall länger als zwei bis drei Tage an, gehört das in die Arztpraxis.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beschwerden beruhen meist auf Galacto-Oligosacchariden aus der FODMAP-Gruppe, nicht auf einer Immunreaktion.
  • Lektine in nicht durchgegarten Hülsenfrüchten sind der zweite häufige Grund.
  • Einweichen, frisches Kochwasser, langes Garen und die Portionsgröße entscheiden über die Verträglichkeit.
  • Eine echte Erbsenallergie ist selten und kann mit Erdnuss, Sojabohne und Lupine kreuzreagieren.

Quellen und weiterführende Informationen

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