Verspannungen durch Vitaminmangel

Verspannungen durch Vitaminmangel

Wichtiger Hinweis: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der neutralen Aufklärung und allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder Allergologen. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte immer medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.

Als Muskelverspannung bezeichnet man den Zustand, in dem die Muskeln des Körpers über einen längeren Zeitraum halb angespannt bleiben. Muskelverspannungen werden in der Regel durch die physiologischen Auswirkungen von Stress verursacht und können zu Rückenschmerzen führen. Stress kann das körpereigene Nervensystem verändern, indem er die Blutgefäße verengt und die Durchblutung der Weichteile, einschließlich der Muskeln, Sehnen und Nerven im Rücken, verringert. Dieser Prozess führt zu einer Verringerung des Sauerstoffgehalts und einer Anhäufung von biochemischen Abfallprodukten in den Muskeln, was zu Muskelverspannungen, Krämpfen und Rückenschmerzen führt. Damit sich die Muskulatur nach Belastung wieder erholen kann, ist der Körper auf eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen angewiesen.

Vitamine gegen Muskelverspannungen

Sobald es dem Körper an den passenden Vitaminen und Nährstoffen mangelt, kann er sich nicht mehr ausreichend regenerieren. So kann es nach Sport oder einer Belastung des Körpers zu Verspannungen kommen. Auf Deinen persönlichen Bedarf kannst Du mit der passenden Ernährung und einer individuellen Nährstoffmischung eingehen. Dazu solltest Du Dich von Deiner Ärztin oder Deinem Arzt beraten lassen. Entscheidend bei der Regeneration von Verspannungen oder Knochenschmerzen sind die folgenden Nährstoffe:

Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei, trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei. Damit ist es genau an den Strukturen beteiligt, die bei Verspannungen im Rücken-, Nacken- und Schulterbereich beansprucht werden. Der Körper bildet Vitamin D überwiegend selbst in der Haut unter Einwirkung von UV-B-Strahlung; über die Ernährung sind nur wenige Lebensmittel nennenswerte Quellen, etwa fetter Seefisch wie Hering, Makrele und Lachs, Eigelb und einige Speisepilze. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt für Jugendliche und Erwachsene bei fehlender körpereigener Bildung einen Schätzwert von 20 Mikrogramm (800 I.E.) pro Tag. In den Wintermonaten sowie bei Menschen, die sich selten im Freien aufhalten, ist die Eigensynthese in unseren Breiten deutlich eingeschränkt. Vitamin D3 ist die Form, die der Körper am besten verwerten kann. Ob und in welcher Dosierung eine Supplementierung für Dich sinnvoll ist, klärst Du am besten mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

B-Vitamine sind wichtig für die Myelinscheide, die Deine Nerven schützt. Es gibt acht verschiedene B-Vitamine, die alle eine eigene Aufgabe im Stoffwechsel haben. Die Vitamine B1, B2, B6 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei; Vitamin B2, B6 und B12 tragen außerdem zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Vitamin B6 trägt zu einem normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei und ist damit an der Verwertung genau der Bausteine beteiligt, aus denen Muskelgewebe aufgebaut wird, während Vitamin B2 dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Der Tagesbedarf fällt je nach Vitamin sehr unterschiedlich aus: Die DGE nennt für Erwachsene beispielsweise 1,0 bis 1,4 mg Vitamin B2 und 4,0 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag. Einen erhöhten Bedarf haben unter anderem Schwangere und Stillende. Wer sich rein pflanzlich ernährt, muss Vitamin B12 gezielt zuführen, da es in nennenswerten Mengen praktisch nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Verschiedene Arten von B-Vitaminen sind in Vollwertkost wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten, dunklem Blattgemüse, Mandeln, Erdnüssen, Pilzen, Avocados, Bohnen und Eiern enthalten.

Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Es lagert sich vor allem in den Zellmembranen ein und schützt dort die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, aus denen die Membranen aufgebaut sind. Der Bedarf steigt entsprechend, je mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren über die Nahrung aufgenommen werden. Die DGE gibt für Erwachsene einen Schätzwert von 11 bis 15 mg Tocopherol-Äquivalent pro Tag an. Worin ist Vitamin E enthalten? Besonders reichhaltig sind Pflanzenöle wie Weizenkeim-, Sonnenblumen- und Rapsöl; darüber hinaus ist Vitamin E in Sonnenblumenkernen, Mandeln, Spinat, rotem Paprika, Spargel, Fisch, Mangos und Avocados enthalten.

Aminosäuren und Magnesium bei Verspannungen durch Vitaminmangel

Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen und ein wichtiger Bestandteil von Neurotransmittern, Muskeln, Zellen, Knorpel, Knochen und Gewebe. Sie sind genauso wichtig wie Vitamine und Mineralstoffe. Für alle, die sich von einer Verletzung oder einem chirurgischen Eingriff erholen oder die Muskeln aufbauen wollen, ist die richtige Zufuhr von Aminosäuren sogar entscheidend. Methionin ist eine essenzielle, schwefelhaltige Aminosäure: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, sie muss also über die Nahrung zugeführt werden. Im Stoffwechsel dient sie als Ausgangsstoff für weitere schwefelhaltige Verbindungen. Die Aminosäure Arginin gehört zu den Bausteinen von Kollagen, dem mengenmäßig wichtigsten Strukturprotein in Knochen, Sehnen und Bindegewebe. Aminosäuren nimmt der Körper über Eiweiß auf: Die DGE nennt für Erwachsene bis 65 Jahre einen Referenzwert von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, für 70 Kilogramm also etwa 57 Gramm; ab 65 Jahren sind es 1,0 Gramm pro Kilogramm. Zu den Lebensmitteln mit den höchsten Mengen gehören tierische Produkte wie mageres Fleisch, Geflügel, Meeresfrüchte und Eier, Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Avocados, Feigen und Quinoa.

Magnesium ist an über 300 Enzymreaktionen im Körper beteiligt; mengenmäßig am häufigsten vorkommender Mineralstoff ist dagegen Calcium. Es wird für die Proteinsynthese, die Muskel- und Nervenfunktion, die Energieproduktion und die Blutdruckregulierung benötigt. ATP liegt im Körper überwiegend als Magnesium-Komplex vor und ist nur in dieser Form biologisch wirksam. Magnesium wird außerdem für die Enzyme benötigt, die Vitamin D in seine aktive Form umwandeln. Es reguliert andere Mineralien und verbindet sich mit anderen Nährstoffen, um eine Vielzahl von biochemischen Funktionen zu erfüllen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Zufuhr im Mittel ab, und auch die Aufnahme im Darm lässt nach. Taubheitsgefühle, Muskelkrämpfe und abnormale Herzrhythmen sind einige der Symptome, die bei unzureichendem Magnesiumspiegel auftreten. Zugelassen sind für Magnesium die Angaben, dass es zu einer normalen Muskelfunktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zum Elektrolytgleichgewicht, zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Erhaltung normaler Knochen beiträgt sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt. Die DGE gibt für Erwachsene einen Referenzwert von 350 mg pro Tag für Männer und 300 mg pro Tag für Frauen an; einen erhöhten Bedarf haben unter anderem Menschen, die viel schwitzen, etwa bei intensivem Sport. Dunkles Blattgemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte, Avocados und Bananen sind reichhaltige Quellen für Magnesium.

Helfen Calcium und Omega-3-Fettsäuren bei Verspannungen durch Vitaminmangel?

Helfen Calcium und Omega-3-Fettsäuren bei Verspannungen durch Vitaminmangel
Helfen Calcium und Omega-3-Fettsäuren bei Verspannungen durch Vitaminmangel

Kalzium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei, trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei und trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei. Die DGE gibt für Erwachsene einen Referenzwert von 1.000 mg Kalzium pro Tag an; Jugendliche in der Wachstumsphase benötigen mehr. Zu den Anzeichen einer stark unzureichenden Kalziumversorgung gehören Müdigkeit, Muskelkrämpfe und Missempfindungen. Setze auf eine abwechslungsreiche Gemüseauswahl, vor allem dunkles Blattgemüse. Gut verfügbar ist das Calcium aus Grünkohl, Brokkoli und Rucola; in Spinat und Mangold ist es dagegen an Oxalsäure gebunden und wird schlechter aufgenommen. Auch calciumreiches Mineralwasser trägt bei.

Omega-3-Fettsäuren, nämlich EPA sowie DHA, sind essenzielle Fettsäuren: Der Körper kann sie nicht in ausreichender Menge selbst bilden, sie müssen also über die Nahrung aufgenommen werden. EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei; DHA trägt darüber hinaus zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Diese Wirkungen stellen sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg EPA und DHA beziehungsweise 250 mg DHA ein. Die DGE empfiehlt, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen, davon einmal fetten Seefisch. Wenn Du keine Lust auf die bekannten Quellen wie Heilbutt, Lachs oder Sardinen hast, liefern Eier kleine Mengen DHA. Wer ganz auf Fisch verzichtet, findet EPA und DHA in Algenöl. Pflanzliche Öle wie Lein-, Raps- und Walnussöl liefern die Vorstufe Alpha-Linolensäure, die der Körper allerdings nur in geringem Umfang in EPA und DHA umwandeln kann.

Bevor Du in Erwägung ziehst, Deine Ernährung zu supplementieren, lässt Du Deine Versorgung am besten ärztlich abklären. Ein Mikronährstofftest für zu Hause kann dafür erste Anhaltspunkte liefern, ersetzt die ärztliche Beurteilung aber nicht.

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